Donnerstag, 24 Januar 2013
Donnerstag der 2. Woche im Jahreskreis
Heiligen des Tages : Hl. Franz von Sales
Kommentar zum heutigen Evangelium -
Sel. Johannes XXIII. : “Viele Menschen aus Galiläa folgten ihm, aus Judäa, aus Jerusalem, und Idumäa, aus dem Gebiet jenseits des Jordan kamen Scharen von Menschen zu ihm“
Brief an die Hebräer 7,25-28.8,1-6.
Darum kann er auch die, die durch ihn vor Gott hintreten, für immer retten; denn er lebt allezeit, um für sie einzutreten.
Ein solcher Hoherpriester war für uns in der Tat notwendig: einer, der heilig ist, unschuldig, makellos, abgesondert von den Sündern und erhöht über die Himmel;
einer, der es nicht Tag für Tag nötig hat, wie die Hohenpriester zuerst für die eigenen Sünden Opfer darzubringen und dann für die des Volkes; denn das hat er ein für allemal getan, als er sich selbst dargebracht hat.
Das Gesetz nämlich macht Menschen zu Hohenpriestern, die der Schwachheit unterworfen sind; das Wort des Eides aber, der später als das Gesetz kam, setzt den Sohn ein, der auf ewig vollendet ist.
Die Hauptsache dessen aber, was wir sagen wollen, ist: Wir haben einen Hohenpriester, der sich zur Rechten des Thrones der Majestät im Himmel gesetzt hat,
als Diener des Heiligtums und des wahren Zeltes, das der Herr selbst aufgeschlagen hat, nicht etwa ein Mensch.
Denn jeder Hohepriester wird eingesetzt, um Gaben und Opfer darzubringen; deshalb muß auch unser Hoherpriester etwas haben, was er darbringen kann.
Wäre er nun auf Erden, so wäre er nicht einmal Priester, da es hier schon Priester gibt, die nach dem Gesetz die Gaben darbringen.
Sie dienen einem Abbild und Schatten der himmlischen Dinge, nach der Anweisung, die Mose erhielt, als er daranging, das Zelt zu errichten: Sieh zu, heißt es, daß du alles nach dem Urbild ausführst, das dir auf dem Berg gezeigt wurde.
Jetzt aber ist ihm ein um so erhabenerer Priesterdienst übertragen worden, weil er auch Mittler eines besseren Bundes ist, der auf bessere Verheißungen gegründet ist.
Psalm 40(39),7-8a.8b-9.10.17.
An Schlacht- und Speiseopfern hast du kein Gefallen, Brand- und Sündopfer forderst du nicht. Doch das Gehör hast du mir eingepflanzt;
darum sage ich: Ja, ich komme. In dieser Schriftrolle steht, was an mir geschehen ist.
darum sage ich: Ja, ich komme. In dieser Schriftrolle steht, was an mir geschehen ist.
Deinen Willen zu tun, mein Gott, macht mir Freude, deine Weisung trag' ich im Herzen.
Gerechtigkeit verkünde ich in großer Gemeinde, meine Lippen verschließe ich nicht; Herr, du weißt es.
Alle, die dich suchen, frohlocken; sie mögen sich freuen in dir. Die dein Heil lieben, sollen immer sagen: Groß ist Gott, der Herr.
Evangelium nach Markus 3,7-12.
Jesus zog sich mit seinen Jüngern an den See zurück. Viele Menschen aus Galiläa aber folgten ihm. Auch aus Judäa,
aus Jerusalem und Idumäa, aus dem Gebiet jenseits des Jordan und aus der Gegend von Tyrus und Sidon kamen Scharen von Menschen zu ihm, als sie von all dem hörten, was er tat.
Da sagte er zu seinen Jüngern, sie sollten ein Boot für ihn bereithalten, damit er von der Menge nicht erdrückt werde.
Denn er heilte viele, so daß alle, die ein Leiden hatten, sich an ihn herandrängten, um ihn zu berühren.
Wenn die von unreinen Geistern Besessenen ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder und schrien: Du bist der Sohn Gottes!
Er aber verbot ihnen streng, bekannt zu machen, wer er sei.
Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel
Kommentar zum heutigen Evangelium :
Sel. Johannes XXIII. (1881 - 1963), Papst
Tagebuch
“Viele Menschen aus Galiläa folgten ihm, aus Judäa, aus Jerusalem, und Idumäa, aus dem Gebiet jenseits des Jordan kamen Scharen von Menschen zu ihm“
„Herr, öffne mir die Lippen, und mein Mund wird deinen Ruhm verkünden“ (Ps 51,17)... Diese Worte werden jeden Tag im Morgengebet im Namen der heiligen Kirche wiederholt, die für sich und die ganze Welt betet; sie werden von Tausenden und Hunderttausenden wiederholt, deren Mund sich durch die so erflehte Gnade öffnet – wenn man an all das denkt, dann weitet sich unsere Sicht und wird umfassend. So stellt sich die Kirche vor nicht als historisches Denkmal aus der Vergangenheit, sondern als lebendige Institution. Die heilige Kirche ist nicht wie ein Palast, den man in einem einzigen Jahr baut. Sie ist eine sehr große Stadt, die das ganze Universum fassen muss. „Der heilige Berg unseres Gottes ist auf die Freude der ganzen Erde gegründet; die Stadt des großen Königs erstreckt sich weit in den Norden“ (Ps 47, 3 Vulg).
Die Gründung hat vor zwanzig Jahrhunderten begonnen, wird aber immer noch fortgesetzt. Sie breitet sich über die ganze Erde aus, bis der Name Christi überall angebetet wird. In dem Maße wie die Gründung sich fortsetzt, erklingt der Jubel der neuen Völker, denen Christus verkündet wird: „Die Heiden freuten sich, als sie das hörten“ (Ag 13,48). Und dieser Gedanke ist auch schön..., erbaulich für jeden Priester, der sein Brevier betet: es soll sich jeder an der Begründung der heiligen Kirche beteiligen.
Jeder, der sich durch die Verkündigung an diesem schönen Werk beteiligt, spreche als Bote seines Evangeliums: „Herr, öffne mir die Lippen, und mein Mund wird deinen Ruhm verkünden“. Und wer nicht missionarisch wirkt, möge sich danach sehnen, auch an der großen Aufgabe der Mission teilzuhaben. Und wenn er ganz allein in seiner Zelle für sich Psalmen betet, möge auch er sagen: „Herr, öffne mir die Lippen“. Denn durch die Verbundenheit in der Liebe darf er jede Stimme, die an sein Ohr dringt und das Evangelium, den höchsten Lobpreis Gottes, verkündet, als seine eigene Stimme betrachten.


